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Tal Wilkenfeld: Über Ringo und Frauen im Rock

Tal Wilkenfeld

Ganze 33 Jahre ist die aus Australien stammende und mittlerweile in Los Angeles lebende Tal Wilkenfeld. Trotz ihrer jungen Jahre, gehört die Bassistin zu den vielbeschäftigsten und dazu musikalisch flexibelsten Musikerinnen der Welt – mit einer schier unglaublichen Referenzliste: Neben den Gitarristen-Ikonen Jeff Beck, Eric Clapton, Jimmy Page und Steve Lukather arbeitete die blondgelockte Musikerin auch mit Folk-Barde Ryan Adams, den Jazz-Legenden Herbie Hancock und Wayne Shorter und – größer geht’s nicht – mit Ex-Beatle Ringo Starr zusammen. „Viele nehmen Ringo als Schlagzeuger nicht so ernst“, sagte Wilkenfeld im Interview mit unserem Newsletter, „doch für mich ist er einer der Größten. Er besitzt eine unglaubliche Musikalität. Es war eine meiner wichtigsten musikalischen Erfahrungen.“

Ihren Erfahrungsschatz erweitert die Bass-Virtuosin gerade mit ihrem neuen Album „Love Remains“, bei dem sie mehr denn je als Singer/Songwriterin in Erscheinung tritt. Behilflich bei diesem nächsten Karriere-Schritt war kein Geringerer als Songwriter-Genie Jackson Browne. „Wir sind mittlerweile gute Freunde geworden. Als Storyteller ist er unerreicht – da gab es viel für mich zu lernen.“

Als Frau in der nach wie vor männerdominierten Jazz- und Rock-Szene hat sie es: weder leichter noch schwerer: „Es ist eher ein Marketing-Aspekt“, sagt sie, „doch wenn man in einer bestimmten Liga spielt, dann geht es nur noch um die Musik – und darum, wie du als Mensch bist.“ Wie man mehr Mädchen dazu bringen könnte, zu Sticks, Bass oder Gitarre zu greifen, weiß sie aber auch nicht: „Es liegt an den Girls“, meint sie, „das lässt sich kaum oder gar nicht steuern.“ Eine Möglichkeit wäre vielleicht, geeignete Role-Models zu finden – weibliche Vorbilder, so wie sie eines sein könnte. „Klar, wenn sich ein Mädchen durch meine Musik inspiriert fühlt, selbst ein Instrument zu erlernen, dann fände ich das schön. Empfehlen kann ich es jedenfalls von ganzem Herzen. Musik ist extrem bereichernd und bietet den Menschen so viele Möglichkeiten.“

Tal Wilkenfeld

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