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Klassenmusizieren
2. – 5. April 2019 Frankfurt am Main Anmeldung

Fachtag „KlassenMusizieren“

Der Fachtag richtete sich an Musiklehrerinnen und Musiklehrer allgemein bildender Schulen und Musikschulen und an Musikstudenten.

Freitag, 13.04.2 018, von 10.00 bis 18.00 Uhr, findet auf der Musikmesse der Fachtag „KlassenMusizieren“ statt.

Nachmittags erwarten Sie – wie in den Vorjahren in Halle 8.1 im Raum Symmetrie 2 + 3 – Vorträge zu den Themen:

Das Üben spielt in einem an Musikpraxis ausgerichteten Musikunterricht eine wichtige Rolle, insbesondere im Kontext von Klassenmusizieren, wenn Lernende eine zu spielende Stimme selbstständig am Instrument erarbeiten sollen. In der fachdidaktischen Diskussion wird dieser Punkt nur sehr randständig thematisiert. Dabei müssen immer wieder Übungsphasen im Unterricht effizient vorbereitet und gestaltet werden, was in Anbetracht der Größe der Lerngruppe oder auch der Raumsituation für Lehrkräfte oftmals eine große Herausforderung darstellt.

Elementar für das Gelingen von Übungsphasen sind nicht nur dafür gewählte Sozialformen, sondern v. a. die Fähigkeiten und die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler, solche Phasen selbst organisiert effizient zu gestalten und zu nutzen. Anhand eines Beispiels aus der Praxisforschung werden Grundlagen des selbst organisierten und kooperativen Lernens illustriert und es werden Perspektiven für die Gestaltung von Übungsphasen im allgemeinbildenden Musikunterricht abgeleitet. Dabei werden auch Aspekte von Heterogenität und Differenzierung angesprochen und eingeordnet.

Prof. Dr. Valerie Krupp-Schleußner, Hochschule für Musik Mainz (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Valerie Krupp-Schleußner studierte Musik, Französisch und Erziehungswissenschaften für das Lehramt an Gymnasien in Würzburg und Paris. Nach dem Referendariat in Berlin war sie dort im Schuldienst tätig. Sie promovierte von 2013 bis 2016 an der Universität Bremen im Rahmen des JeKi-Forschungsprojektes "Wirkungen und langfristige Effekte musikalischer Angebote“ (Wilma). Anschließend war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin (PostDoc) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover tätig. Seit Herbst 2017 ist sie Professorin für Musikpädagogik und Leiterin der Abteilung Schulmusik an der Hochschule für Musik Mainz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das informelle Musiklernen, Inklusion und Unterrichtsforschung.

Adornos mehrfach verwendetes Zitat, „dass einer fiedelt, soll wichtiger sein, als was er geigt“, steht für die oft geführte Diskussion zwischen blindem musikalischem Aktionismus und schulisch orchestraler Hochkultur.

Im Vortrag soll schulisches Instrumentalspiel im Kontext des Musik-Lernens und Musik-Lehrens sowie des Musikunterrichts beleuchtet werden, wobei der Rolle der Musiklehrerin bzw. des Musiklehrers besondere Beachtung geschenkt wird.

Prof. Dr. Armin Langer, Universität Mozarteum Salzburg/Innsbruck

Armin Langer studierte zunächst Betriebswirtschaft und anschließend Lehramt (Musik und Sport) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (1976-1982); er promovierte 1992. An der Universität Frankfurt/Main war er als Lehrbeauftragter am Institut für Musikpädagogik (1996-1998) für fachwissenschaftliche und fachdidaktische Seminare tätig, 1999 wurde er zum Rektor als Ausbildungsleiter - Musik. Armin Langer ist Mitbegründer der UNI-Big Band Frankfurt/Main, Leiter verschiedener Jazzensembles, gründete 2003 gemeinsam mit Prof. Dr. Oebelsberger die Forschungsinitiative "MFÖ" (Musikpädagogische Forschung Österreich) und war bis 2014 stellvertretender Sprecher des Forums Europäische Musikpädagogik (FEMP). Heute ist er Inhaber des Lehrstuhls für Musikpädagogik an der Universität Mozarteum Salzburg.

Durch die Chorleitung mit dem Instrument wird ein Chor, eine Schulklasse oder jede andere Gruppe dazu befähigt, lediglich aus einer Textvorlage interessante und abwechslungsreiche mehrstimmige Chorsätze zu entwickeln. Bei dieser Art des mehrstimmigen Singens, die besonders für heterogene Gruppen geeignet ist, verlagert sich die Chorleitung vom Dirigat zur melodischen Inspiration und zur instrumentalen Begleitung. Die hierzu erforderlichen musikalischen und methodischen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in dem praxisorientierten Kurs vorgestellt.

Prof. Dr. Jürgen Terhag, Hochschule für Musik und Tanz Köln

Jürgen Terhag unterrichtet seit 1996 an der HfMT Köln in den Studiengängen Lehramt und Gesangs-/Instrumentalpädagogik. Er ist zudem Ehrenpräsident im Bundesverband Musikunterricht, Vorsitzender im Regionalausschuss Köln von Jugend musiziert sowie Gründer und Leiter im Schwullesbischen Chor Köln.

Das Komponieren im Musikunterricht stellt eine spannende und zugleich herausfordernde Aufgabe für Musiklehrerinnen und -lehrer dar: Wie können Schülerinnen und Schüler das Handwerkszeug lernen, um eigene Musikstücke zu erfinden? Allerdings spielen gestalterische Prozesse besonders in Musikklassen, wie Bläser- oder Streicherklassen, oftmals eine untergeordnete Rolle, da das Spielen von Arrangements und Orchesterstücken im Klassenverband den Unterrichtsalltag bestimmt.

Der Vortrag stellt exemplarisch Kompositionsprojekte mit Bläserklassen vor und berichtet über aktuelle Forschungsvorhaben zum Komponieren und Improvisieren mit Schülerinnen und Schülern.

Prof. Dr. Thade Buchborn, Hochschule für Musik Freiburg – Musikpädagogik (Schulmusik)

Nach dem Studium der Musik, Germanistik und Erziehungswissenschaften für das Lehramt (1999 – 2005), einem Weiterbildungsstudium für Musikvermittlung/Konzertpädagogik und einem Magister Artium mit Auszeichnung in den Hauptfächern Germanistik und Musikpädagogik an der Universität Bielefeld und der HfM Detmold promovierte Thade Buchborn 2011 im Fach Musikpädagogik. Im Verlauf seines Werdegangs sammelte er u. a. Erfahrungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, als Lehrer an verschiedenen allgemein bildenden Schulen und mit der Konzeption und inhaltlichen Betreuung des Schülerprogramms „Kolumbus-Klassik entdecken“ als Musikvermittler und Konzertpädagoge am Festspielhaus Baden-Baden. Derzeit leitet Thade Buchborn als Professor für Musikpädagogik den Studienbereich Lehramt Musik an der Hochschule für Musik Freiburg.

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung gibt es ein begrenztes Kartenkontingent.  

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