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Deutscher Musikinstrumentenpreis

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis ist der wichtigste Preis im Bereich der deutschen Musikinstrumentenbaukunst. Seit über 30 Jahren wird der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) ausgelobte Preis während der Musikmesse in Frankfurt am Main verliehen. Die jährlich wechselnde Prämierung von Instrumenten unterschiedlicher Kategorien steht für die große Bandbreite deutscher Musikinstrumentenbaukunst.

Die Gewinner-Instrumente 2018:

Mutiges Design: Wappenbratsche, Streichinstrumentenbau Steffen Friedel, Dresden

Wappenbratsche, Streichinstrumentenbau Steffen Friedel, Dresden

Schon auf den ersten Blick fällt die Wappenbratsche von Steffen Friedel durch ihre extravagante Gestaltung auf. Diese orientiert sich an der Form der f-Löcher einer Campanula von H. Bleffert sowie dem Wirbelkastenkopf der Dancing Masters Violine „Gillott“ 1720 von A. Stradivari. Wie das Design gefielen auch die weiteren Eigenschaften des Instruments: Sowohl die Spielbarkeit als auch die Ansprache überzeugten die Testmusiker in allen Belangen. Ihre Bestbewertungen gaben sie unter anderem für den offenen Klang, das Klangvolumen und die Variabilität. Insgesamt beschrieben die Juroren die Wappenbratsche als innovativ und gefällig. Die zweitbeste Bewertung innerhalb der objektiven Tests und der vierte Rang in der fertigungstechnischen Begutachtung ergänzten die sehr positiven Meinungen.

Die Wappenbratsche (Korpuslänge: 415 mm) setzt sich aus hochwertiger tiroler Fichte für die Decke und bosnischem Ahorn für den Boden zusammen. Zargen und Hals entsprechen dem klassischen Geigenbau. Abrundung findet das Instrument durch eine Lackierung mit Leinöllack auf Grundlage von Dammar und Kopal.

Oboe Modell 155 AM, Gebrüder Mönnig Holzblasinstrumente GmbH, Markneukirchen

Oboe Modell 155 AM, Gebrüder Mönnig Holzblasinstrumente GmbH, Markneukirchen

Die Oboe Modell 155 AM steht sinnbildlich für die glanzvolle Wiederauferstehung einer Marke: Die Wurzeln der Firma reichen zurück bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts. Bis in die 1950er Jahre hinein galt der Hersteller im Oboenbau weltweit als Nr. eins und auch seine Fagotte und Klarinetten hatten ihren festen Platz in den großen Orchestern der Welt. Die Zeit nach 1945 sowie die darauffolgende Verstaatlichung brachten eine Stagnationsphase mit erheblichen Imageverlusten. Nach 1990 wurde die verlorene Position erst langsam zurückerobert. Den Durchbruch brachten zehn Jahre später strategische Entscheidungen wie die Modernisierung der Fertigungscharakteristik und die Optimierung der Qualitätssicherung. Heute etablieren sich die handgefertigten Instrumente der Gebrüder Mönnig wieder in den internationalen Spitzenorchestern und gelangen zum einstigen Ruhm zurück.

Die Oboe Modell 155 AM besteht aus naturbelassenem polierten Grenadill mit vergoldeten mechaniktragenden Teilen und ist nahezu komplett mit silikonbeschichteten Korkpolstern ausgestattet. Die Stellschrauben sind alle in Nirosta ausgeführt, teilweise mit Tefloneinsatz.

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