Preis des Bundeswirtschaftsministeriums prämiert auf Musikmesse handwerklich und musikalisch hervorragende Musikinstrumente
Bereits zum 22. Mal wird der Deutsche Musikinstrumentenpreis auf der Musikmesse verliehen. In diesem Jahr geht der Preis in den Kategorien Cello und Renaissance-Laute, 8-chörig in G, an jeweils drei Werkstätten aus Bayern und Sachsen.
Der Preis wird im Rahmen einer Feierstunde auf der internationalen Musikmesse am Freitag, 23. März 2012, in der Rotunde der Festhalle überreicht.
Die Preisträger sind:
In der Kategorie Cello
„Violoncello nach Stradivari um 1700“, Robert König, Markneukirchen, Halle/Saale (Sachsen)
„Cello Modell Stradivari B-PA“, Meisterwerkstätte für Geigenbau Georg Gerl, Bichl (Bayern)
“Meister-Cello T.S., Modell Stradivari”, Geigenbaumeister Thomas Stöhr, Igelsdorf (Bayern)
In der Kategorie Renaissance-Laute, 8-chörig
„Renaissancelaute nach Venere, Padua 16. Jhd.“, Dieter Schossig, Historische Instrumente, Großmehring (Bayern)
Renaissancelaute „Venere 8c“, Andreas von Holst, München (Bayern)
Renaissancelaute, „Modell MD 600 S”, Günter Mark, Bad Rodach (Bayern)
Mit dem Deutschen Musikinstrumentenpreis unterstreicht das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Bedeutung der deutschen Musikinstrumentenbaukunst für die Musikinstrumentenbranche und weist sowohl auf die Traditionspflege als auch die Innovationskraft der Hersteller hin. Die deutsche Musikinstrumentenbaukunst blickt auf eine lange Tradition zurück und ist in vielen Instrumentengattungen führend, wenn es um die Verbindung von Tradition, Handwerkskunst und Individualität mit neuen Technologien und Innovation geht. Gerade in den beiden Instrumentenkategorien Cello und Renaissancelaute zeigt sich das besonders gut. Hier legen die Erbauer Wert auf Tradition, nutzen aber gleichzeitig neue Erkenntnisse, um alte Instrumentengattungen neu zu interpretieren.
Die Preisträgerinstrumente – Kategorie Cello
In der Kategorie Cello setze sich eine Dreiergruppe an die Spitze. Die Instrumente erreichten in allen drei Wertungskategorien (Spieltest durch Musiker, Ergebnisse der physikalischen Messtechnik, Test der Verarbeitung) gleichwertige Punktzahlen, somit entschied sich das Kuratorium Preis in der Kategorie Cello gleichwertig für die Instrumente zu vergeben.
Die Preisträgerinstrumente – Kategorie Renaissance-Laute
Auch in der Kategorie Renaissance-Laute gewinnen drei gleichwertig beurteilte Instrumente. Alle Instrumente dieser Dreiergruppe wurden mit der gleichen Punktzahl bewertet. Darüber hinaus heben sich die drei Instrumente deutlich von den folgenden Wettbewerbsinstrumenten ab.
Georg Gerl, Cello
Das Auswahlverfahren
Um am Deutschen Musikinstrumentenpreis teilzunehmen, reichen Musikinstrumentenhersteller aus ganz Deutschland ihre Instrumente in ein dreistufiges Auswahlverfahren des Instituts für Musikinstrumentenbau in Zwota ein: Musiker, allesamt Spezialisten auf ihrem Instrument, und in renommierten Orchestern oder Ensembles aktiv, prüfen die Instrumente auf Bespielbarkeit, Klang und Ansprache. In die Beurteilung fließt ebenso das Preis-Leistungsverhältnis ein und die Instrumente müssen über den Handel oder beim Hersteller zu beziehen sein.
Im kommenden Jahr wird der Deutsche Musikinstrumentenpreis in den Kategorien Tenorhorn mit Zylinderventilen und Es-Klarinette verliehen. Der Anmeldeschluss für die Teilnahme am Wettbewerb beim Institut für Musikinstrumentenbau ist der 20. April 2012. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen erhalten Bewerber beim:
Institut für Musikinstrumentenbau
Klingenthaler Straße 42
08267 Zwota
Telefon: 037467-23481
E-Mail: po
st 
ifm
-zwota
.de